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Azienda Agricola Giovanni Dri - Il Roncat

Weinschätze aus dem Friaul

Das Friaul-Julisch Venetien (oder nur kurz Friaul) ist vorwiegend für seine Weißweine bekannt, dabei vor allem für internationale Sorten wie Pinot Grigio, Sauvignon oder Chardonnay aber auch für Rotweine wie den Merlot. Dabei birgt das Friaul eine ungeheure Vielzahl an Schätzen autochthoner und seltener Rebsorten wie den Refosco, den Schioppettino, den Pignolo oder den Verduzzo.

Ramandolo erhielt 2001 die erste DOCG-Klassifikation im Friaul. Die Zone umfasst etwa 50 Hektar in der Gemeinde Nimis bei Udine. Die Rebflächen liegen an sehr steilen Südhängen, geschützt vom 1.700 Meter hohen Monte Bernadia.

Hier herrscht ein ganz besonderes Mikroklima vor, mit starker intensiver Sonneneinstrahlung und nächtlich drastischer Abkühlung. Diese klimatischen Bedingungen sind für den Verduzzo Giallo wichtig, aus dem der Ramandolo DOCG nach Art eines Passito-Verfahrens gekeltert wird. Der unvorstellbar vorzügliche Wein mit seiner angenehmen und nicht vordergründigen Süße wurde durch die unermüdliche Arbeit und Leidenschaft von Giovanni Dri bekannt.

Giovanni Dri - Il Roncat

Giovanni Dri - Il Roncat

Bilder von der Azienda Agricola Giovanni Dri

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Bilder von der Azienda Agricola Giovanni Dri "Il Roncat" in Nimis und von unserer Besichtigung.

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Die Azienda Agricola Giovanni Dri - Il Roncat

Giovanni Dri ist ein ganz besonderer Winzer mit ganz besonderen Weinen. Die Geschichte seiner Azienda begann 1968, als er von seinem Vater ein kleines Stück Land von nicht ganz 9 Hektar erbte. Damals wollte sich die Realität für ihn alles andere als wohlwollend zeigen: Unwegsame Weinberge mit steilen Hängen waren nur unter allerschwersten Anstrengungen zu bewirtschaften. "Il Roncat" bedeutet im friaulischen Dialekt soviel wie "schlechter Weinberg", der viel mühsame Arbeit mit sich bringt.

Ein unvorhersehbarer Schicksalsschlag für ihn und die Menschen im Friaul war jedoch das schreckliche Erdbeben von 1976. Aus diesen Schwierigkeiten heraus erschuf Giovanni Dri ein kleines Paradies. Er kultivierte den einheimischen Ramandolo, obwohl man zur damaligen Zeit nur den internationalen Rebsorten Beachtung schenkte. Entgegen aller Trends machte er den Ramandolo national wie international bekannt. 1990 ließ er ein architektonisch beeindruckendes Weingut entstehen. Es fügt sich natürlich in seine Umgebung ein und dient sowohl der Weinlagerung als auch dem herzlichen Empfang seiner Gäste.

Bei der Vinifizierung steht für ihn nicht die Kellertechnik im Vordergrund, sondern die Reben und die Arbeit im Weinberg. Seine Philosophie ist es, das Hauptaugenmerk auf die Pflege der Weingärten zu legen. Sie sind einzig dazu ausgerichtet, höchste Qualität zu erzeugen. Kellertechnik soll bei der Vinifizierung nur so viel als notwendig eingesetzt werden, um den Weinen ihre Authentizität und Individualität zu lassen.

Neben dem bedeutenden Ramandolo produziert Giovanni Dri auch sehr wertvolle Rotweine aus überwiegend autochthonen Rebsorten und erstklassige Grappe und Distillate. Aus den früher unbedeutenden Weinen unbekannter einheimischer Reben macht Giovanni Dri mit seiner Familie heute Weine, die als Kostbarkeiten weithin begehrt sind.

Chiesetta di S. Giovanni

Chiesetta di S. Giovanni Die kleine Kapelle in den Hügeln der Weinberge ist das Wahrzeichen der Azienda Agricola Giovanni Dri.

Interview mit Giovanni Dri (italienisch)


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